Karma
Vieles ist
schon über Karma geschrieben worden. Uralte Schriften handeln davon. Sie
lehren das Gesetz des Karma.
Karma wird
meist als das „Gesetz von Ursache und Wirkung“ beschrieben.
Als ich
das erste Mal mit dem sogenannten Gesetz des Karma in Berührung kam, klang
alles irgendwie sehr einleuchtend. Mir wurde es erklärt, daß wenn ich in
einem vergangenen Leben etwas „Schreckliches“ einem Menschen angetan habe
und dieses Ungleichgewicht nicht wieder ausgeglichen hätte, sei es in dem
damaligen Leben oder später, dieser Ausgleich in meinem jetzigen Leben
geschehen könnte.
Mir war damals klar, daß alles im Leben auf eine Balance aus ist. Lege ich
einen Zuckerwürfel in Wasser, dann besteht das Bestreben der Moleküle
darin, eine homogene Konzentration des Zuckers im Wasser zu erreichen;
eine Balance entsteht.
Jedenfalls
glaubte ich das.
Ich habe
mich aber innerlich nie wirklich mit diesem Gesetz des Karma anfreunden
können. Ich habe zwar auch Methoden unterrichtet, wie man mit Reiki
vergangene Leben harmonisieren kann (Level II), habe dies aber nur sehr
selten in Behandlungen getan, weil sich mir diese Gelegenheit nur sehr,
sehr selten bot. (Ich hab meinen Fokus nie darauf gelegt und daher kam es
selten in mein Leben.) Nur wenn es für einen Menschen sehr wichtig war,
die Erinnerung an ein vermeindlich vergangenes Leben loslassen zu können,
kam dieses Thema auf den Behandlungstisch und wurde durch Reiki gelöst.
Ich möchte
nicht behaupten, daß das was ich bisher tat oder sagte falsch ist, aber
ich möchte Dir hier eine aktuellere Version meiner Sicht anbieten und
vielleicht gibt sie Dir was.
Ich habe
mich mit vielen Ansichten, Theorien und sogenannten Gesetzen
auseinandergesetzt und kürzlich las ich in einem Buch von Osho nochmal
etwas über Karma.
Danach
heißt Karma übersetzt einfach: Tun. (Übersetzung nach Osho)
Mir wurde
klar, daß dieses vermeidliche Gesetz gar kein Gesetz ist, sondern nur eine
Theorie, ein Glaube. Auch wenn ich eine Theorie noch so schön ausbaue und
an sie glaube, wird sie dennoch nicht zur Wahrheit. Sie kann aber zu
meiner Realität werden!
Sehen wir
uns mal kurz an, woher dieses System des Karma kommt.
Es kommt
ursprünglich aus dem Hinduismus. Dort herrscht ein Kastensystem.
Wirst Du
also in der sogenannten Arbeiterkaste geboren, dann wirst Du dort auch
sterben. Du hast nie die Möglichkeit Arzt zu werden oder Dichter. Du
bleibst von Geburt bis zum Tod Arbeiter.
Das ist an
sich nicht weiter tragisch, es sei denn, Du möchtest gern mal was anderes
machen. Daher kommt ein System des Karma dem System, was diese Menschen
kontrolliert, sehr gelegen. Jeder Mensch gibt sich mit seiner Situation
zufrieden, es gibt keine Revolten, keine Aufstände, keine Unzufriedenheit
(scheinbar jedenfalls).
Dir als
Arbeiter ist also klar, daß Du deshalb in dieser Kaste geboren wurdest,
weil Du in einem vergangenen Leben etwas Schreckliches getan hast und nun
dafür büßt in diesem Leben. Es ist die hinduistische Variante des
„Fegefeuers“ nur in diesem Leben. Dein Wohlergehen wird also wie im
Christentum auf ein Leben nach dem Tod oder hier auf ein neues Leben
geschoben (Wiedergeburt).
Ich sage
meinen Studenten immer, daß sie meistens eine Unwahrheit dadurch erkennen,
wenn sie sich die Frage stellen: „Wem nützt es, wenn ich das so glaube?“
Nun hier
muß man sich die Frage etwas anders stellen. Wem nützt es was, wenn die
Menschen in Indien ect. dieses Gesetz vom Karma glauben?
Antwort:
Der dortigen Regierung, den Priestern und allen anderen „Machthabern“. Sie
können die Menschen unterdrücken und schieben es dem Gesetz des Karma in
die Schuhe, was sie ja nicht ändern können und somit ist ihre
Unterdrückung von Gott gewollt. (Kannst Du die Schizophrenie hier sehen?)
Das allein
sollte schon stutzig machen.
Es gibt
also auch im Hinduismus einen „strafenden Gott“, wie er im Christentum
etc. beschrieben wird.
Nach
meinen innersten Erfahrungen stimmt das nicht. Das Universum, Gott oder
das Göttliche urteilt nicht! Es urteilt nur der Mensch. Das Universum
möchte nur Erfahrungen machen und jede Erfahrung ist nur das,....eine
Erfahrung. Sie ist weder gut noch schlecht.
Nur wir
oder besser unser Ego, unsere Persönlichkeit urteilen. Entspricht die
Erfahrung unseren Vorstellungen, ist sie gut, wenn nicht, ist sie
schlecht.
Die
Wahrheit ist aber, daß jede Erfahrung nur eine Erfahrung ist.
Nun gut,
ich kann Dir diese Erfahrung, dieses innerste Wissen, nicht geben. Du mußt
es in Dir selbst entdecken. Die Reikimeditation und auch das Hatsurei-ho
können Dir dabei helfen.
Ich kann Dir
aber noch etwas geben, was Dich stutzig machen sollte:
In dem
Newsletter von Neale Donald Walsch (Autor von „Gespräche mit Gott“),
Ausgabe #39 vom Dezember 1999 steht, daß der Papst Johannes Paul II. in
einer Audienz in Rom am 28. Juli 1999 folgendes gesagt hat:
- Es gibt
keinen Platz wie die Hölle.
- Gott
ist kein strafender Gott und er ist nicht der Erfinder der ewigen
Verdammnis.
- Die
Hölle ist die Erfahrung der Trennung von Gott und diese ist
selbst-induziert.
Dies hat
der Papst gesagt (und er sollte es doch nun wirklich wissen) und keiner
hat davon Notiz genommen. Die gesamte Weltpresse hat dies unterdrückt.
Wenn es
also keinen strafenden oder urteilenden Gott gibt und das ist ja damit
gemeint, dann urteilt niemand außer Dir selbst (und auch andere Menschen)
darüber, ob Deine Taten „gut“ oder „schlecht“ sind.
Gott
oder so ist es völlig egal!
Das kommt
ja fast einem Aufruf zur Anarchie gleich.
J
Kommen wir
also zu dem vermeintlichen Gesetz von Ursache und Wirkung zurück.
Ich möchte
es so ausdrücken. Dieses Gesetz existiert. Wenn ich eine Tasse von Tisch
stoße, dann fällt sie zu Boden, vielleicht geht sie auch zu Bruch. Mehr
nicht. Daß dardurch in meinem vermeidlichen nächsten Leben ein Kaffefleck
in meine Hose kommt oder ich mir mit dem Finger in das Auge steche, halte
ich für eine sehr gewagte Theorie, die sich durch nichts belegen läßt.
Schlage
ich also heute jemandem ins Gesicht, dann bekommt er eine rote Wange und
ich vielleicht einen Schlag zurück oder erschieße ich heute jemanden bei
einem Banküberfall, dann stirbt dieser Mensch und ich gehe vielleicht für
längere Zeit ins Gefängnis (wenn ich einen sehr guten Anwalt habe
vielleicht auch nicht!), aber daß ich dadurch in meinem nächsten Leben als
Krüppel zur Welt komme oder von einem Laster überfahren werde, halte ich
für an den Haaren herbeigezogen. Es klingt für mich so schwachsinnig wie
nur was.
Aber ich
lasse es bei Dir. Du bestimmst Dein Leben und ich will Dir hier nicht
meine Ansichten „aufpropfen“. Erfahre es selbst. Natürlich ist diese meine
Sicht kein Aufruf dazu, nun Banken zu überfallen und andere zu
massakrieren. Dies macht Dich nicht glücklich, aber es gibt kein
kosmisches Gesetz, was eine „Bestrafung“ für später vorsieht, wenn Du den
irdischen Gesetzen entkommst.
Neale
Donald Walsch hat es schön auf den Punkt gebracht: „Verhalte Dich so, wie
Du möchtest, daß Dein Gott sein soll!“
Wenn Du
selbst den Zustand der Meditation für nur eine Sekunde mal erfahren hast,
diesen Zustand des Seins, des absoluten Nicht-Denkens, dann wirst Du
feststellen, daß es auch sowas wie Ursache und Wirkung nicht wirlich gibt.
Bist Du im
Hier und Jetzt, dann existiert keine Zeit, weil sie von der Vergangenheit
in die Zukunft fließt, die Gegenwart aber zeitlos ist. Unser Denken macht
die Zeit. Du kannst mit Deinen Gedanken nur in der Vergangenheit oder der
Zukunft sein, aber nie im Jetzt, weil Du da nicht denkst. Dein Verstand
existiert nicht in der Gegenwart, selbst Deine Persönlichkeit verschwindet
dort, weil sie eine Erfindung ist und Du ständig an sie denken mußt, damit
sie Bestand hat.
Unser
Handeln wird durch Denken bestimmt. Du denkst erst etwas und dann machst
Du es. Auch wenn es nur Millisekunden sind. Hörst Du zu denken auf, machst
Du nichts mehr. Machst Du nichts mehr, gibt es auch keine Ursache. Gibt es
keine Ursache, gibt es keine Wirkung; nur noch grenzenloses Sein.
Der Trick
ist nun, wie ich dieses in mein Leben bringe.
Da kann
ich Dir keine Lösung bieten und selbst wenn, wäre es nur meine Lösung und
sie würde Dir nichts bringen.
Als
Anregung hab ich nur, daß es egal ist, ob Du etwas machst oder nicht. Du
wirst dadurch nicht glücklicher. Glücklichsein ist Deine Essenz, sie ist
Dein innerstes Wesen und nichts außerhalb von Dir kann dieses
Glücklichsein hervorrufen.
Erfahrungen machen macht Spaß, aber sie machen Dich nicht glücklich oder
unglücklich.
Scheine Dein Licht, erfahre Dich selbst und lebe wie Du Reikibehandlungen
gibst: Ziellos!
|

|
|
Inhalt |